Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

Mythos Cannabis

Logo http://multimedia.weser-kurier.de/cannabis

Audio anhören

Cannabis ist Deutschlands Droge Nummer eins.
Jeder fünfte Deutsche hat schon mal gekifft, manch einer baut sogar selbst an. Offen darüber reden wollen die meisten nicht. Denn Cannabis ist eine illegale Droge - trotz der Legalisierungstendenzen der vergangenen Jahre.
Viele sagen: aus gutem Grund. 

Eine Multimedia-Reportage über fünf Bremer und ihre Beziehung zu Cannabis.



Zum Anfang
Video

Fünf Bremer und ihre Beziehung zu Cannabis

Jeder hat andere Erfahrungen mit Cannabis gesammelt. Und so sind die einen für eine Legalisierung von Cannabis in Bremen, die anderen dagegen. Fünf Bremer und ihre Meinungen.

Zum Anfang

SPD und Grüne Bremen
in der Vereinbarung zur Zusammenarbeit in einer Regierungskoalition für die 19. Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft 2015 bis 2019

Zum Anfang
Zum Anfang

Hanne Rohde ist eine fröhliche Frau. Sie hat viele Jahre in einem Reisebüro gearbeitet. Sie ist selbst viel gereist, hat zwei Kinder: einen Sohn und eine Tochter.

In den 80er-Jahren der Schock: Kurz vor seinem Abitur haut ihr Sohn in die USA ab. Sie macht sich Sorgen. Obwohl sie die ganze Wahrheit da noch gar nicht kennt.

Zum Anfang
Video

Am Boden zerstört

Hanne Rohde erfährt erst spät, dass ihr Sohn auch harte Drogen nimmt.

Zum Anfang

Hanne Rohde konnte nicht viel tun.
Ihr Sohn war in den USA.
Sie konnte nur darauf warten, dass er sich bei ihr meldet.

Zum Anfang
Video

Suche nach Hilfe

Zum Anfang

Zum Anfang

Dann endlich: Ihr Sohn macht einen Entzug. Und er lernt die richtige Frau kennen, bekommt ein Kind mit ihr.

Hanne Rohde ist glücklich darüber. Und häkelt und strickt jetzt für ihre Enkeltochter.

Zum Anfang




Ein Projekt: 24 Söckchen
für einen Adventskalender.

Zum Anfang
Video

Gegen eine Legalisierung

Zum Anfang

Es ist schon Jahre her, dass ihr Sohn drogenabhängig war. Doch die Drogen haben in seinem Leben viel kaputt gemacht. Und auch im Leben seiner Mutter.

Es hat lange gedauert, bis Hanne Rohde das Vertrauen in ihren Sohn zurückgewonnen hatte.

Ihr Sohn ist heute 53 Jahre alt. Hanne Rohde sagt:
Wegen der Drogen hat er viel verpasst in seinem Leben.

Zum Anfang
Video

20 Jahre zu spät

Zum Anfang
Zum Anfang

Benni König raucht Cannabis. Zwei Joints am Tag.
Nicht weil er will, sondern weil er muss.

Benni König, der eigentlich anders heißt, ist krank.
Diagnose: Morbus Crohn.

Zum Anfang
Video

Morbus Crohn

Benni König erklärt seine Krankheit.

Zum Anfang
Audio

00:00
/
03:12
Audio jetzt starten

Audio anhören

Seit 2014 besorgt sich Benni König seine Cannabis-Ration offiziell in der Apotheke.

Für ihn sind die Nebenwirkungen von Cannabis erträglich. Erträglicher als die von anderen Medikamenten, die er vorher nahm.

Zum Anfang

Benni König hat vor zwei Jahren eine Ausnahmeerlaubnis vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bekommen.

Auf einer Liste wird genau festgehalten, wann er wie viel Gramm Cannabis in seiner Apotheke holt. 

Nicht viele Menschen in Deutschland dürfen Cannabis als Medikament nutzen.

Zum Anfang

Zum Anfang

Auf seine Cannabisvorräte muss Benni König gut aufpassen, das schreibt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte so vor. Er hat einen Tresor gekauft, der steht in seinem Arbeitszimmer.

Nicht viele wissen, dass er Cannabispatient ist. Er hat Angst es zu erzählen, weil er bei seinem Arbeitgeber und den Nachbarn nicht als Junkie gelten will.

Zum Anfang
Video

Gesellschaftliche Ächtung

Nicht jeder hat Verständnis dafür, dass Benni König Cannabis raucht.

Zum Anfang

Vor seiner Krankheit hat Benni König nicht gekifft. Trotzdem steht er einer Legalisierung oder Freigabe von Cannabis offen gegenüber.

Zum Anfang
Video

Über den Ruf von Cannabis

Zum Anfang

Für Patienten wie Benni König wird es in Zukunft leichter, Cannabis als Medikament zu nutzen:
Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will in Deutschland eine Cannabis-Agentur gründen.
 
Sie soll den Anbau von Medizinalhanf in Deutschland kontrollieren und den Vertrieb organisieren. Dann entscheidet der jeweilige Arzt, ob seinem Patienten Cannabis helfen könnte - nicht mehr das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Zum Anfang
Zum Anfang

Andre Osmers hat Hustenanfälle vom Kiffen. Kopfschmerzen hat er auch.

Er recherchiert und ist erschrocken. Die Dealer strecken das Gras von der Straße: Blei, Plastik, Haarspray.

Also beschließt Andre Osmers , der nur für diese Reportage so heißt, zu handeln.

Zum Anfang

Nachdem er acht Jahre lang Gras auf der Straße gekauft hat, ändert Andre Osmers die Strategie und will selbst für Qualität im Gras sorgen.

Zum Anfang

Andre Osmers baut sich eine Indoorplantage ins Zimmer.

Bei der Polizei würde sie als Kleinplantage gelten.

Zum Anfang
Zum Anfang

Der Aufwand für die Kleinplantage in Osmers Zimmer ist hoch, der Ertrag okay, sagt er.

Trotzdem ist es ein Risiko, das Osmers eingeht.

Zum Anfang
Video

Eine Plantage als Homebox

Zum Anfang
Zum Anfang

Irgendwo muss das Zeug ja herkommen. A1, A2, A7:
All die Autobahnen führen nahe Bremen entlang.
Der Zoll kontrolliert sämtliche Verkehrswege.

Auch den Flughafen.

Zum Anfang

Immer wieder entdecken Volker von Maurich und seine Kollegen am Flughafen Drogen.

Ob Marihuana, das Cannabiskraut, oder Haschisch, das Cannabisharz:  Einer beim Zoll Bremen hat besonders viel Freude an der Drogensuche – und die größten Erfolge.

Zum Anfang
Video

Rocky und die Drogensuche

Rocky ist drei Jahre alt. Er ist darauf konditioniert, Betäubungsmittel aller Art in den Koffern der Reisenden zu erschnüffeln. Seinem Chef Volker Droste, Leiter der Kontrolleinheit Flughafen Reiseverkehr des Zolls, ist er eine große Hilfe.

Zum Anfang

Der Leiter des Zollbereichs am Bremer Flughafen, Volker Droste, muss 22 Kollegen auf sieben Tage mit je drei Schichten verteilen. Die Hunde erleichtern ihm das Arbeiten – denn ein Tier kann, je nach Einsatz, gleich mehrere Kollegen ersetzen.



Zum Anfang
Video

Warum der Zoll mit Hunden arbeitet

Zum Anfang

Aber ohne den richtigen Blick helfen sämtliche Spürhunde nicht. Bei all den Menschen, die täglich die Zollkontrolle passieren, ist das Auge des Zollbeamten gefragt.

Aber wie sieht der klassische Schmuggler denn aus?

Zum Anfang
Video

Der klassische Schmuggler

Volker Droste hat kleine Tricks, wie er die Reisende erkennt, die etwas am Zoll vorbeischleusen wollen.

Zum Anfang

Bremen ist ein regionaler Endflughafen.
Hier landen Reisende, die innerhalb Europas verkehren oder über die großen Drehkreuze Frankfurt, München, London oder Paris aus den sogenannten Drittstaaten kommen.

Sie haben also schon einige Kontrollen hinter sich.

Für die Zollbeamten ist Cannabis trotzdem das Thema Nummer eins unter den Drogen.

Zum Anfang
Zum Anfang

Rockys Hundenase findet sogar dann Cannabis,
wenn sie gar nicht danach suchen soll.

Zum Anfang
Video

Spürhunde durch und durch

Eins ist sicher: In Bremen werden Drogen konsumiert - wie auch immer sie hier her gelangen. Und so finden die Spürhunde auch dort etwas, wo sie gar nicht suchen sollen.

Zum Anfang
Zum Anfang

Kolja Harmuth ist für eine Cannabis-Legalisierung.
Trotzdem raucht er kein Gras mehr.
Nicht nur, weil er Vater geworden ist.

Er ist auch aus einem anderen Grund vorsichtig geworden.

Zum Anfang

Sein Arbeitgeber, ein Head- und Growshop, wurde von der Polizei überwacht. 

Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Beamten auch in Harmuths Wohnung eine Cannabis-Plantage.

Zum Anfang
Video

Über die Hausdurchsuchung

Zum Anfang

Damit läuft gegen Kolja Harmuth eines von 3972 BTM-Verfahren, in denen die Staatsanwaltschaft 2015 in Bremen und Bremerhaven  Ermittlungen aufgenommen hat.

Nur 895 der Verfahren wurden nicht nach Paragraf 31a des Betäubungsmittelgesetzes wegen Geringfügigkeit des Besitzes eingestellt.

Aber die Menge bei Kolja Harmuth war zu groß. Ganz bewusst.

Zum Anfang
Video

Über die Vielfalt von Cannabis

Zum Anfang

Eine Legalisierung von Cannabis hält Kolja Harmuth für überfällig.

Auch wenn er weiß, dass es gerade für Jugendliche Risiken gibt.

Zum Anfang
Video

Über die Cannabis-Abgabe ab 18

Zum Anfang

Kolja Harmuth muss im schlechtesten Falle mit bis zu vier Jahren Gefängnis rechnen.

Ob sich das alles gelohnt hat: der Anbau, der Konsum?

Zum Anfang
Video

Hat sich der Aufwand bei der Konsequenz gelohnt?

Zum Anfang
Zum Anfang

Eine Multimedia-Reportage des WESER-KURIER

Autoren:
Kathrin Aldenhoff
Bastian Mojen
Klaas Mucke

Fotos und Videos:
Philipp Hannappel
China Hopson
Christina Kuhaupt

Grafiken:
Franz Berding
Lars Peters

Redaktion:
Klaas Mucke

Kartenmaterial von flightradar24.com

veröffentlicht am 26. März 2016

Hier geht’s zu weiteren Multimedia-Reportagen.

Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden
Schließen

Übersicht

Nach links scrollen
Kapitel 1 Intro

Live life 22

Poster 0

 mg 3251

Tapeten smoker
Kapitel 2 Hanne Rohde

Hannerohde mg 1543

Poster 0

Hannerohde mg 1511

Poster 0
Kapitel 3 Benni König

Bennikoenig mg 2633 2

Poster 0

Bennikoenig mg 2616

Bennikoenig mg 1587
Kapitel 4 Andre Osmers

Live life 03

Live life 36

 mg 3369

Poster 0
Kapitel 5 Flughafen-Zoll

Zoll mg 4096

Zoll mg 5787

Poster 0

Zoll mg 4159
Kapitel 6 Kolja Harmuth

 dsc9571

Udopea mg 5607 zzz

Poster 0

Zoll mg 5830
Kapitel 7

Live life 08
Nach rechts scrollen