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Die letzten Kriegstage in Bremen

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Der Zweite Weltkrieg endet in Bremen am 27. April 1945. Er hinterlässt eine Stadt in Schutt und Asche. Und Erinnerungen, die viele Menschen auch nach 70 Jahren nicht loslassen.

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Die Bremerin Karin Winckelmann
hat während der letzten Kriegstage
Stunde um Stunde im Bunker verbracht.

Später hat sie aufgeschrieben,
welche Ängste sie dort durchstehen musste. 












Eine Mutter verlässt nach dem Ende des Krieges
mit ihren Kindern den Bunker in der Franziusstraße

am Bürgerpark.  Foto: Rotter


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Irmela Ohm-Dening war bei Kriegsende 19 Jahre alt. Das schreibt sie später über diese Zeit:

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Habe ich jemals - zuvor oder auch danach - eine Jahreszeit erlebt, die so wenig Frühling war wie diese Wochen des Jahres 1945?

Die Erinnerungen - dürftig genug - die ich an diese Zeit habe, sind in Grau getaucht, schemenhaft und unchronologisch haften geblieben wie Gespenster. Vorherrschend und alles andere ausschließend war das Bewusstsein des Endes.

Der Krieg ging zu Ende, und mit ihm alles, was uns aufgewühlt, bewegt und bedrückt hatte. Es gab nichts zu essen, nichts zu bewirken, nichts zu erfahren, nichts zu erwarten.

Totenstille. Niemandsland. Leere.





Stephanikirche. Foto: Edition Temmen

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Gerda Heller ist heute 86 Jahre alt. Während der letzten Kriegsmonate hat sie ihre Lehre zur Köchin im Bremer Ratskeller begonnen.














Foto: Suhwa Lee

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"Am 27. April 1945 endete in Bremen der Krieg. Es herrschte nun ungewöhnliche Ruhe. Alle hielten sich in den Häusern auf. Hier und da sah man eine weiße Fahne wehen."











Foto: Edition Temmen

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Am 27. April 1945 zieht eine britische Einheit durch die Bühnenstraße in Richtung Michaeliskirche.
Foto: Edition Temmen

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Die damals 19-jährige Irmela Ohm-Dening schreibt weiter:

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Da! Das Rollen und Dröhnen von Kettenfahrzeugen auf der Luisenstraße! "Schnell, verschwindet!" Und schon klingelt es an der Haustür.

Mein Vater ging gelassen an die Haustür, öffnete zwei jungen Schwarzen und sprach sie in fließendem Oxford-Englisch an, sie ins Haus bittend. Wahrscheinlich überrascht von dieser Begrüßung, traten sie geradezu schüchtern ein und forderten in höflichem Ton, das Haus durchsuchen zu dürfen. ...

Ich guckte durch den Türspalt: Da kamen sie schon! Also mutig hervor getreten. Lächelnd. Trotz alter Kleider. Der vordere der jungen Männer sah mir ins Gesicht, ich ihm. Natürlich hatte ich nie im Leben einen leibhaftigen Schwarzen gesehen. Neugierig und interessiert betrachtete ich ihn. Er tat das Gleiche.

Dann wandte er sich zu meinem hinter ihm stehenden Vater um und sagte: "What a beautiful girl! Your daughter?" und machte eine beglückwünschende Geste, ehe er die Treppe wieder hinunterging, ohne in die Kammer geschaut zu haben.



Einmarsch der britischen Soldaten am 26. April 1945. In den Ruinen suchen sie nach versprengten Wehrmachtsangehörigen. Foto: Edition Temmen

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Britische Soldaten kontrollieren am 26. April 1945
einen Radfahrer.
Foto: Archiv

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Nach dem Einmarsch der alliierten Soldaten in der Hansestadt strömen die Bremer aus den Bunkern. Für sie geht an diesem Tag der Krieg zu Ende.














Foto: Edition Temmen

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Innerhalb einiger Jahre ist Bremen wieder aufgebaut.

Vergessen ist nichts.









Foto: Georg Schmidt

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Mit Brettern vernagelt, aber nicht ausgelöscht. Noch im Februar 1950 war an der Ecke Kurze Straße/Langenstraße in Hemelingen die Geschäftsstelle der Nationalsozialisten als solche zu erkennen.

Foto: Georg Schmidt

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Übersicht

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Kapitel 1

Bremer geschichte 14

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Stephanikirche edition temmen
Kapitel 2 Video Gerda Heller

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Kapitel 3

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Kapitel 4 Das Ende

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