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Los geht's

Immer unterwegs - Pendler in Bremen

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Tausende Bremer pendeln täglich zur Arbeit.
Was das ständige Unterwegssein für das Leben bedeutet und wieso sie Stunden in Bahn und Auto auf sich nehmen. 

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Hin und her, vom Wohnort zum Arbeitsplatz
und von dort wieder zurück.


Mit dem Auto, mit dem Zug oder mit dem Fahrrad.

30 Minuten, eine Stunde oder auch drei.

Sechs Millionen Menschen fahren täglich mehr als 25 Kilometer zur Arbeit. Und es werden immer mehr, die Distanzen immer weiter. In Bremen pendeln mittlerweile 42 Prozent der Arbeitnehmer.


Bremen ist als Stadtstaat besonders betroffen.







Zahlennerd? Sämtliche Quellen und Statistiken finden Sie am Ende dieser Reportage.

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Denn die Wege über die Landesgrenze sind kurz. Besonders der Anteil der Einpendler aus dem Umland oder anderen Bundesländern ist hoch. Er stieg seit dem Jahr 2000 um 14 Prozent - und ist damit wesentlich höher als in Hamburg und Berlin.


Auf der anderen Seite verlässt jeder fünfte Bremer zum Arbeiten die Stadt.

Was das bedeutet?










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Egal, ob jemand am Wochenende fährt oder täglich: Als Pendler gilt, wer zum Arbeiten seinen Wohnort verlässt.
Dabei ist auch irrelevant, ob es 10 oder 50 Kilometer sind.
Allerdings: Pendler-Statistiken erfassen nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

Mit zwei von ihnen sind wir mitgefahren.

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Konrad Zwacka (31) wohnt in Bremen
und pendelt jeden Sonntag
zu seiner Arbeit in Jena.
Freitags geht es wieder zurück.






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Als seine Frau von Jena nach Bremen zog,
um hier als Kinderärztin zu arbeiten, begann die Pendelei.
Das war vor 16 Monaten. 
Seitdem spielt sich Konrad Zwackas Leben am Wochenende auf der Autobahn ab.

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Auf der Autobahn

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Bevor Konrad sonntagsabends nach Jena aufbricht, schreibt er seiner Frau eine Gute-Nacht-Botschaft.

Gefunkt hatte es zwischen den beiden vor fünf Jahren in Jena. Dort gab es schon eine gemeinsame Wohnung. Doch jetzt sehen sich Konrad und seine Frau nur wenige Tage im Monat.

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Freunde, Familie, Ehefrau: Alle unter einen Hut zu bekommen, am Wochenende ist es nicht einfach, sagt Konrad.

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Wenn Konrad unterwegs ist, ist meist Abendbrotzeit. Freitags fährt er gegen 16 Uhr in Jena los. Da hält er oft bei einem Burger-Laden an. Er weiß, dass das ungesund ist. Aber wer will schon mit knurrendem Magen im Stau stehen?




Bei einer Studie der amerikanischen Universität St. Louis mit 4300 berufstätigen Probanden kam heraus, dass Pendler mit mehr als 24 Kilometern Fahrtweg häufiger übergewichtig sind.

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Hat das Pendeln auch positive Aspekte?

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Konrad hat vor kurzem den Schlussstrich gezogen und seinen Job in Jena gekündigt. Das fiel ihm nicht leicht, denn die Arbeit machte ihm großen Spaß, der Chef war locker, die Kollegen nett.

Doch nach eineinhalb Jahren hatte er die Pendelei satt.


Worauf freut er sich? 

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Das Leben in Bremen kann beginnen. Der junge Ingenieur hat seine Leitungsposition aufgegeben und wechselt in eine neue Branche. Zu seiner neuen Firma sind es 40 Minuten Fahrzeit. Pendler bleibt Konrad Zwacka also.
"Kein Vergleich zu vorher", sagt er.

Er ist glücklich. Endlich ist er in Bremen angekommen.


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Hermann Meyer fährt täglich mit dem Zug von Verden an der Aller in Niedersachsen nach Bremen. Sein Arbeitsweg beträgt 54 Kilometer.

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Damit liegt Meyer schon leicht über dem Durchschnitt. Denn im Stadtstaat Bremen sind die Wege für Pendler kürzer als anderswo. Die Hälfte der Pendler in Bremen legt weniger als 25 Kilometer zurück. Nur 16 Prozent müssen weiter als 50 Kilometer fahren.

In Hamburg und Berlin fährt fast jeder Dritte von außerhalb kommende Pendler mehr als eine Stunde bis zum Arbeitsplatz.

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Für Hermann Meyer beginnt der Tag auf dem Fahrrad. Von seinem Haus in Kirchlinteln fährt er acht Kilometer bis zum Bahnhof in Verden - bei Wind und Wetter.

Das hält fit und ist ökologisch, sagt Meyer.

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Hermann Meyer ist in Kirchlinteln verwurzelt: Hier baute er mit seiner Ehefrau ein Haus und zog mit ihr die drei Kinder auf.
Meyer engagiert sich ehrenamtlich als SPD-Vorsitzender und als Sprecher der Gewerbetreibenden.

Aus seinem Heimatort wegzuziehen, kommt für den Schriftsetzer nicht in Frage. Seinen Job zu wechseln, aber auch nicht.


Als Mann mittleren Alters passt Meyer ins Bild des typischen Pendlers.


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Hermann kennt die Abläufe. Gleich wird ein Güterzug vorbei rauschen, der Autos geladen hat. Danach, um 8.16 Uhr fährt sein Regionalexpress nach Bremen ein.

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Die Folge: Bremen nimmt nur 21 Prozent seiner Steuern über Lohn- und Einkommenssteuern ein.

Zum Vergleich:
Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 35 Prozent.

  

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Eine Multimedia-Reportage des WESER-KURIER

Autorin:
Carolin Henkenberens

Redaktion:
Klaas Mucke

Fotos und Videos:

Carolin Henkenberens
Philipp Hannappel
Cora Sundmacher
Karsten Klama
Frank Thomas Koch
dpa

Animationen:
Mario Ellert

Grafik:
Lars Peters

Karten:
Google Maps

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